Schon als Jugendlicher hat sich Hirsch
an ersten Musiktheaterprojekten versucht; konkret wurde seine Arbeit als
Komponist dann im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der
„Arbeitsgemeinschaft für Neue Musik“ am Oskar-von-Miller-Gymnasium
in München, die der damalige Religionslehrer (!), Dieter Schnebel,
ins Leben gerufen hatte. Noch während dieser Zeit als Gymnasiast konnte sich
Hirsch nicht nur mit Schnebels Werk und
Werkauffassung auseinandersetzen (die Gruppe war u.a.
maßgeblich an der Uraufführung der Donaueschinger Fassung der
„Maulwerke“ beteiligt), sondern er traf als junger Interpret
Experimenteller Musik auch mit John Cage, Karl-Heinz Stockhausen, Josef Anton
Riedl und vielen anderen Vertretern der Avantgarde der 60er und 70er Jahre
zusammen.
Die Freundschaft mit Riedl und
Schnebel blieb auch die folgenden Jahrzehnte
bestehen, als Hirsch sich beruflich ganz der Musik zuwandte. Von 1980-89 war er
als Solo-Pauker an der Kieler Oper tätig, wo eine Vielzahl von Werken, von der
Kammeroper bis zu Ballett- und Schauspielmusiken, von musiktheatralischen
Aktionen bis zu Kammermusikwerken, aus der Taufe gehoben wurden.
Hirschs Rückkehr nach München
im Jahr 1989 machte eine intensivere Arbeit mit Josef Anton Riedl möglich, in
dessen Konzertprojekten etliche Kammermusikkompositionen Hirschs zu hören
waren.
Das Interesse Hirschs an
direktem Zusammenwirken von Interpret und Autor ließ in den 90er Jahren Werke
für Solisten wie die Schlagzeuger Peter Sadlo und
Edgar Guggeis, für das Habá-Quartett
und Rekkenze Brass, für den Geiger Tibor Jonas und dessen Kollegen, aber auch einige
Orchesterwerke (für die Hofer Symphoniker) und erste reine Vokalkompositionen
(für Anna Clementi) entstehen.
1990 erhielt Hirsch den
Bayrischen Staatsförderpreis für Komposition.
Nach der Jahrtausendwende
widmete sich Hirsch fast ganz der Komposition für die menschliche Stimme. Neben
einer Kammeroper (für das Richard-Strauss-Konservatorium München), Werken für
gemischten Chor (Orpheus Chor München) und Solo-Liedern war es oftmals das eigene
Ensemble RATIO CONTEMPLATIO, das Hirschs mehrstimmige a cappella Musik
erarbeitete und (meist in Konzerten der Münchner Gesellschaft für Neue Musik)
zur Aufführung brachte.
Derzeit arbeitet Hirsch an
Liedkompositionen.