Hirschs Tätigkeit als aktiver Künstler
wurde stets von analytischem Hinterfragen dieses Tuns
begleitet. Besonders intensiv geschah dies 1983-89 im Rahmen seines Studiums
der Kunstgeschichte (Adrian v. Butlar, Wolfgang Tegethoff), Philosophie (Wolfgang Deppert) und
Musikwissenschaft (Krummacher) mit einem Magisterabschluß an der Christian-Albrechts-Universität in
Kiel.
In den 90er Jahren verfaßte Hirsch Beiträge für verschiedene Publikationen im Bereich
Neue Musik. Als Theaterleiter gab es für ihn mannigfaltige Gelegenheiten seine
Überlegungen nicht nur über die jeweils aufgeführten Stücke sondern über die
Arbeit mit Laienspielern im allgemeinen, Kreativität und Präsenz im Bühnenraum
oder die Funktion der theatralischen Parameter in Programmheften, Jahres-
oder Festschriften zu äußern.
In einem kunstphilosophischen
Seminar mit dem Titel „Utopie Kreation Wahrnehmung“ am Oskar-von-Miller-Gymnasium in München versucht Hirsch mit
seinen Kursteilnehmern Fragen zu künstlerischer Motivation, Aussagemethodik und
Rezeption, den Voraussetzungen und Hintergründen bewußter
Gestaltung nachzugehen.